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Wunderbar: Das etwas andere Weihnachtskonzert

In der Kirche findet ein jeder Platz, selbst wenn ein Konzert als »ausverkauft« gilt. Viele Menschen füllen am Vorabend des dritten Advents St. Nikolai, lauschen zunächst Orgeltönen, die schließlich mit Saxophonklängen eine reizvolle Liaison eingehen.

Richard Wester trifft Michael Mages zum »Weihnachts-Concerto«; der Flensburger Ulf Meyer an der Gitarre und der junge Cellist Fabian Ahrens vervollkommnen das Ensemble für ein dichtes Programm aus überwiegend Bach und Balladen: Imposant und mächtig überwältigt Mages Improvisation an der Orgel »Macht hoch die Tür«, wehmütig seufzt Westers »Ostsee-Elegie«.

Das Programm kulminiert für viele Ohren in der Improvisation von »Maria durch ein Dornwald ging«, wenn Wester von der Empore hinabsteigt, durch die Gänge schreitet und das Saxophon die Geschichte nahe bringen lässt. Organist Mages bettet die Melodie zunächst sanft ein, bis die Orgel sie machtvoll einnimmt. Gitarre und Cello erwärmen sich für das Duett, schimmern durch, zirpen und knarzen in der Dynamik, beruhigen sich. Sogar das gemeinsame Verstummen berührt. Allein perkussive Zwischenklänge von der Empore mögen irritieren, weil sie für manche im Rücken geschehen und schwer zu verorten sind. »Herbei, oh Ihr Gläubigen« rahmt schließlich ein, nachdem es auch Auftakt war. Richard Wester ermuntert die Gemeinde, sein liebstes Weihnachtslied rheinisch zu »schmettern«, also nicht bloß zu singen. Die Kirchgänger folgen – so fühlt sich »wir« an, und Weihnachten ist nah. Die Worte »War das schön« aus manchem Mund und eine zusätzliche Gabe, Bachs »Air« (3. Orchestersuite in D, BWV 1068) begleiten hinaus.

sh:z | FT | wal | 14. Dezember 2009