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Die große Bürgerhilfe: Der Orgelbauverein

Über ein Drittel der Kosten kamen durch Spenden, Patenschaften und Warenverkauf zusammen

Der Orgelbau an St. Nikolai ist ein Projekt Flensburger Bürger – zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil. Schon lange, bevor Gerald Woehl sein Konzept vorstellte, lange vor der Demontage der alten Orgel wurde im Jahr 1991 der Orgelbauverein St. Nikolai gegründet. Man steckte sich ein großes, aber nicht unrealistisches Ziel: 100 000 Mark wollte man einwerben, also etwa 51 000 Euro. 17 Jahre später, im Herbst 2008, hatte man den Rest des benötigten Geldes zusammen. Sage und schreibe 1,2 Millionen Euro hatte der Verein seit seiner Gründung eingesammelt.

Gut, es waren einige Großspenden dabei, ohne die es nicht gegangen wäre. Das waren die Sechser im Lotto. Doch ohne die zahlreichen kleinen, mittleren und größeren Spenden zahlloser Geldgeber wäre es genauso wenig gegangen. Der Orgelbauverein ist nicht vorstellbar ohne seine langjährige Vorsitzende Margit Sitzwohl. Sie war der Orgelbauverein. Sie reiste mehr als einmal zusammen mit KMD Michael Mages nach Marburg in die Werkstatt von Gerald Woehl. Immer wieder zerbrach sie sich den Kopf auf der Suche nach weiteren kreativen Aktionen, mit denen man an die Menschen herantreten und ihre Großzügigkeit anstacheln konnte.

Da gab es »Secondhand fürs Instrument«, es wurde »Kleinkunst im Gewölbe« angeboten, Flensburger Künstler gaben Bilder, deren Erlös für den Orgalbau bestimmt war. Alte Pfeifen wurden ebenso verkauft wie Uhren, deren Ziffernblatt aus Pfeifenmaterial hergestellt wurde. Kochbücher, Kalender und eigens für St. Nikolai abgefüllter »Orgelwein« wurden von den Vereinsmitgliedern verkauft – nicht zu vergessen die Kerzen für den Kerzenständer von Ludger Trautmann, den dieser aus alten Eichenbohlen der Orgel geschnitzt hatte.

sh:z | FT | 18. September 2009