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In Blau ein goldener Ring in Form einer linksschauenden, sich in den Schwanz beißenden Schlange mit dem Kopf eines schopftragenden Vogels, schräg durchkreuzt von zwei roten Pfeilen mit den Spitzen nach oben, deren Flitsche von dem Ring überdeckt werden. [Eingetragen in die Wappenrolle: 20.10.1931; Flensburger Wappenrolle, Tafel 1]. In Flensburg seit 1831. Das Wappen trägt den Namen Gosch Boysen.

Hans Wilhelm Boysen
(*15.10.1924, †7.11.1943), der als Gefreiter in Russland gefallen ist. [Gosch=niederdeutsch: friesische Kurzform zu Goschalk=Godeschalk (»Gottesknecht«)]. Er war einziges Kind seiner Eltern: Wilhelm B. (*30.7.1883, †30.11.1945, Suizid), Dr. iur., Rechtsanwalt und Notar und Irmgard Auguste Spanuth (*24.7.1899, †5.6.1962).
Dr. Boysen war bekannter Genealoge, hat die Familien-forschung in Flensburg gefördert, bestimmt vom Bestreben des nationalsozialistischen Systems, »jedem Volksgenossen« die »arische Abstammung« nachzuweisen. Darüber hinaus verfasste Boysen eine »Genealogie des Hasses« [Flensborg Avis, 19.9.1983], unter dem Titel »Artfremdes Blut in Flensburger Familien – Jüdisches Blut sowie Neger- und Aztekenblut in den Adern Flensburger Familien«, ein beschämendes Dokument rassistischer Verbohrtheit. Boysem hat auch die eigene Familie Boysen untersucht – sie stammte von Nordstrand, wo die Stammreihe mit Schiffer Haye Boysen, †1706 zu Oldenbüll, begann – dieser heiratete 1686 Trinke Hansen. Sein Sohn, Schiffer Boy Haysen, wohnte bereits in Husum. Mit seinem Sohn Hans Boysen, gleichfalls Schiffer in Husum, wurde der Familienname Boysen fest. Gosch Boysen in der vierten Generation hatte einen gleichnamigen Sohn, der 1831 nach Flensburg zog und sich in der Angelburger Straße 494, heute Nr. 30, niederließ. Neben den heimischen Zweigen gibt es zahlreiche Nachkommen des 1881 nach Chicago ausgewanderten August Boysen.