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Das Licht

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Geht man im Mittelgang nach vorn, wird es weit und licht: Der zunehmende Abstand der Rundpfeiler lässt mehr Licht der großen Fenster ins Mittelschiff. An hellen Tagen, an denen die Sonne durch die Südfenster bunte Muster auf Boden, Pfeiler und Menschen malt, ist es ein sichtbar »festlicher Gang«, wenn sich die Gemeinde im sonnendurchfluteten Altarraum zum Abendmahl versammelt.

Mit den Fenstern hat man sich in vielen Kirchen große Mühe gegeben. Denn Licht ist Gottes-Symbol. Weil die Morgensonne als Sinnbild der Auferstehung Christi durch das Ostfenster scheint, finden sich hier oft entsprechende Motive.

In St. Nikolai ist die Auferstehung Thema des Altarbildes. Im Fenster darüber befindet sich im Rosettenfeld das »Lamm Gottes« mit Triumph-Fahne und Evangelium. Das Lamm ist ein zentrales Symbol des Christentums. Es ist das Sinnbild für die Hingabe Jesus, für sein unschuldiges Leiden, seinen Tod und seine sieghafte Auferstehung.

Die Fenster sind schlicht gehalten mit ihren verschieden farbigen, bleigefassten Gläsern. Nur in den Bögen befinden sich Blatt- und Blumenmotive. Sie stammen in ihrer heutigen Größe aus dem Jahre 1569. Gewände, Maßwerk und die Verglasung wurden 1893/94 erneuert.




Das Südschiff

Anlässlich des Kirchenjubiläums 1940 wurde das Fenster der Südkapelle von 54 Flensburger Familien gestiftet. Es zeigt meist Familienwappen, bei manchen Namen auch Wahlsprüche. Zum Teil handelt es sich um bereits historische Wappen. Viele wurden jedoch für die Stiftung entwickelt und geben interessante Aufschlüsse über Personen und Zeit.

Am Abend gibt es ganz andere Erfahrungen in der dämmrigen oder gar dunklen Kirche: Die mächtigen Pfeiler, zwischen denen der Lichtschein von den Laternen außen hindurch scheint, und die dunklen Gewölbe vermitteln ein Gefühl von Wärme und Schutz. Bei längerem Verweilen sieht man, dass die Schatten durch das schwache, farbige Licht aufgehellt sind. Zündet man Kerzen an, kann man sich sehr geborgen fühlen. Im Dunklen verstärkt sich das Hören und man vernimmt die Stille des Raumes gemeinsam mit den Geräuschen der Stadt, die hereindringen. Bei Licht lohnt ein Blick auf den Wandleuchter am Pfeiler gegenüber der Kanzel auf der Taufseite mit wappentragendem Engel und auf die Kronleuchter in den Seitenschiffen und der Ehrenkapelle nächst dem Kircheneingang, die im 17. und 18. Jahrhundert in »Gelbguss« gefertigt wurden. Sie zeigen wechselnd Licht- und Zierkränze und haben figürliche Bekrönungen (Doppeladler, Vogel). Die beiden Leuchter ohne Bekrönung und die übrigen Wandleuchter wurden wohl erst im 19. Jahrhundert nachgefertigt.