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Die Kirche in der Zeit

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Der Kirchenraum entstand in zwei Bauabschnitten. An Stelle des heutigen Altarraums stand 1332 eine kleinere Kirche. Der Bau wuchs nach 1390, von West beginnend, zunächst auf deren Vorplatz. Nach Fertigstellung der vier westlichen Joche wurden sie als Kirche eingerichtet und geweiht. Danach riss man die alte Kirche ab und setzte den Bau ab 1440 nach Osten fort. Zunächst ohne Turm wurde er 1480 vollendet, im Stadtbrand von 1485 beschädigt und bis 1490 erneut errichtet. 1497 goss Peter Hansen in der Roten Straße das bronzene Taufbecken. Es gab 422 bewohnte Grundstücke, davon 143 in Sankt Nikolai. Schon 1526 hielt Gerhard Slewardt hier die erste lutherische Predigt in Flensburg. Dem reformatorischen Verständnis einer Kirche wortgemäß stiftete 1570 der Rechtsanwalt Blasius Eckenberger die vom Lübecker Hinrich Matthes geschnitzte Kanzel, die um das Jahr 1600 einen vermutlich von Heinrich Ringeringk gestalteten Treppenaufgang erhielt. 1897 wurde der Schalldeckel hinzugefügt, ein Werk des Museumsgründers Heinrich Sauermann. Nun wurde der Turmhelm in neugotischem Stil nach Plänen des Architekten Johannes Otzen aus Berlin erbaut. Der Turm ist jetzt ca. 90 Meter hoch. 1909 erhielt er in 60 Metern Höhe ein Glockenspiel, dessen 17 Glocken täglich um 9, 12, 15, 18 und 21 Uhr erklingen. St. Nikolai ist mit den Maßen 52 x 21 m, der Firsthöhe von 40 m und dem 90 m hohen Turm die größte Kirche der Stadt. 1898 wurden die süd- und östlich der Kirche stehenden Häuser des »Kattsund« und zwei Häuser nördlich des damals kleineren Südermarktes abgerissen. Von der damaligen baulichen Situation kann man sich beim Gang um die Kirche ein annäherndes Bild machen: Geht man vom Eingang der Kirche den Nikolaikirchhof bergan, passiert man das an den Turm gebaute Organistenhaus, um auf der gegenüber liegenden Seite des Turmes das Gebäude der früheren von St. Nikolai betriebenen Schule zu erreichen.
»Kattsund«