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Sonntag, 20. November, 17 Uhr

Johannes Brahms:
Ein Deutsches Requiem
op. 45

Schicksalslied für
Chor und Orchester

op. 54

Sankt Nikolai Chor
Antje Bitterlich
(Sopran)
Ingolf Seidel (Bassbariton)
Ensemble Ars Musica

Leitung: KMD Michael Mages

35,- (erm. 30,-) | 30,- (25,-) | 25,- (20,-) | 20,- (15,-)


 

Ein besonders anrührendes Konzerterlebnis verspricht die Zusammenstellung der beiden so unterschiedlichen Kompositionen von Johannes Brahms – des Deutschen Requiems und des Schicksalsliedes.

»Hyperions Schicksalslied« – so lautet der Titel eines berühmten Gedichts von Hölderlin, das 1799 in seinem Briefroman »Hyperion« erschien. Es beschreibt den unendlichen Abstand zwischen der lichten und schicksalslosen Ruhe der Götterwelt und dem Elend und Leiden der Menschen ... »Ihr wandelt droben im Licht auf weichem Boden, selige Genien ... doch uns ist gegeben, auf keiner Stätte zu ruhen, es schwinden, es fallen die leidenden Menschen blindlings von einer Stunde zur andern, wie Wasser von Klippe zu Klippe geworfen, Jahr lang ins Ungewisse hinab!« Die Dramatik und sprichwörtliche Trostlosigkeit dieser Verse wird von Brahms drastisch vertont. Trotzdem lässt er sein Werk ungemein tröstlich ausklingen – so, als ob er sich von der letzten Strophe distanziert.


In seinem Deutschen Requiem erweist sich Brahms als gründlicher Kenner der Lutherbibel. Anders als im lateinischen Requiem der katholischen Liturgie, das das Flehen der Lebenden für das Seelenheil der Verstorbenen zum Ausdruck bringt, wählt Brahms solche Verse der Luther-Bibel aus, die den Hinterbliebenen Trost spenden. So ist das Deutsche Requiem nicht eigentlich eine Trauermusik, sondern wendet sich an die, »die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden ...«. Mit seiner mal ernsten und würdevollen, dann wieder mitreißenden Musiksprache ist Brahms Requiem längst zu einer die Zeiten überspannenden, universellen Trostmusik geworden. Michael Mages